Frau Yamamoto ist noch da: Große Bühnenkunst über Nähe und das Weiterleben


Datum und Uhrzeit
Künstler
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Eine offene Tür gegen die Einsamkeit: Frau Yamamoto ist noch da
Am 5. Dezember 2026 bringt das Staatstheater Augsburg Dea Lohers Schauspiel Frau Yamamoto ist noch da auf die Bühne des martini-Parks. Die Inszenierung von Nina Mattenklotz erzählt mit Leichtigkeit, Melancholie und feinem Humor von Menschen, die im Takt des modernen Lebens den Zugang zueinander verlieren – und ihn vielleicht wiederfinden.
Zwanzig Szenen über Nähe, Verlust und das Weiterleben
Im Zentrum stehen Nino und Erik, ein Paar, dessen Beziehung zwischen Alltag, Entfremdung und unausgesprochenen Zukunftsfragen ins Wanken gerät. Über ihnen wohnt Frau Yamamoto, die ihre Wohnungstür offenlässt und damit ein stilles Gegenbild zur gesellschaftlichen Abschottung schafft. Rund um diese Konstellation entfaltet Dea Loher eine episodische Dramaturgie aus Begegnungen in Wohnungen, Treppenhäusern, Restaurants, Bars und anderen Übergangsräumen des Lebens.
Die einzelnen Szenen kreisen um Liebe, Tod, Umwelt, Erinnerung, Essen und die Frage, wie menschliche Verbindung in einer beschleunigten Welt gelingen kann. Das Stück wurde 2024 uraufgeführt und 2025 in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Theater heute zum Stück des Jahres gewählt.
Eine Inszenierung zwischen Weltall und Alltag
Die Regie von Nina Mattenklotz begegnet Lohers poetischer Vielstimmigkeit mit einer schwebenden Bühnenästhetik. Figuren tauchen auf und verschwinden wieder, einzelne Situationen werden durch Video herangezoomt. Das Bühnenbild von Johanna Pfau versetzt die Charaktere in eine eigentümliche Zwischenwelt, in der Alltagskomik und existenzielle Fragen unmittelbar nebeneinanderstehen.
Puppen mit ausdrucksstarken Masken werden zu stummen Begleitern des Geschehens. Licht, Projektionen und Raumaufteilung verleihen dem Bühnenerlebnis eine wechselhafte Akustik und Atmosphäre: mal intim wie ein Gespräch an einer Wohnungstür, mal weit und entrückt wie ein Blick in den nächtlichen Himmel.
Schauspielkunst mit Witz und stiller Erschütterung
Das Ensemble verwandelt sich in rascher Folge in unterschiedliche, teils namenlose Figuren. Neben den zentralen Rollen von Frau Yamamoto, Nino und Erik entsteht ein Panorama menschlicher Begegnungen, das die Grenzen zwischen Tragödie, Komödie und absurdem Alltag bewusst durchlässig hält. Die Schauspielkunst lebt dabei von präzisen Gesten, überraschenden Perspektivwechseln und einem Humor, der selbst schwere Themen nicht beschönigt.
Musikalische Momente mit Klavier, Melodika und Gesang setzen zusätzliche Akzente. So entwickelt die Inszenierung eine fragile Balance aus Lebensfreude, Abschied und der tröstlichen Vorstellung, dass ein Mensch in den Erinnerungen anderer weiterbesteht.
Ein Theaterabend über das, was bleibt
Frau Yamamoto ist noch da verbindet zeitgenössische Dramatik mit einer bildstarken Regie und einer fein gearbeiteten Ensembleleistung. Das Publikum erwartet ein poetisches Bühnenerlebnis über Einsamkeit, Mitgefühl und den Mut, eine Tür offen zu lassen. Wer Theater als Resonanzraum für gesellschaftliche Fragen und persönliche Gefühle erlebt, findet im martini-Park einen Abend voller Witz, Wärme und Nachhall.
Offizielle Kanäle von Staatstheater Augsburg:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: kein offizielles Profil gefunden










