In Augsburg wird Ingeborg Bachmanns unruhiges Ich literarisch lebendig


Datum und Uhrzeit
Künstler
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Ingeborg Bachmanns unruhige Sprachwelt in Augsburg
Am 10. Dezember 2026 widmet sich die Stadtbücherei Augsburg der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Der Abend verbindet die Vorstellung einer neuen Bachmann-Biografie mit einer szenischen Lesung aus Briefwechseln und eröffnet einen intensiven Zugang zu Leben, Werk und literarischem Denken einer der bedeutendsten Autorinnen der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur.
Ein neues Porträt der Dichterin
Der Leipziger Literaturwissenschaftler Dieter Burdorf stellt seine im Bachmann-Jubiläumsjahr 2026 erschienene Biografie vor. Im Zentrum steht Bachmann als ein unruhiges Ich, in dem sich biografische Erfahrung und literarische Arbeit eng verschränken. Die Darstellung basiert auch auf Briefwechseln, die erst in den vergangenen Jahren veröffentlicht wurden, und erweitert damit den Blick auf die Autorin von Die gestundete Zeit, Das dreißigste Jahr und Malina.
Literaturwissenschaft trifft Bühnenkunst
Im Gespräch mit Dieter Burdorf ordnen die Augsburger Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftler Bettina Bannasch und Matthias Löwe Bachmanns Werk in den kulturellen Diskurs ihrer Zeit ein. Dabei begegnen sich literaturwissenschaftliche Expertise, biografische Recherche und die Frage, wie eine Autorin Sprache als Instrument der Erkenntnis und der gesellschaftlichen Kritik einsetzt.
Briefwechsel als lebendige Lesung
Die Schauspielerinnen und Schauspieler Elif Esmen und Kai Windhövel vom Staatstheater Augsburg lesen aus Bachmanns Briefwechsel mit Autoren wie Hans Magnus Enzensberger. Die Stimmen der Darstellenden verleihen den Texten eine unmittelbare Lesungs-Atmosphäre: persönliche Nähe, intellektuelle Spannung und die sprachliche Kunstfertigkeit Bachmanns werden als literarisches Erlebnis erfahrbar.
Eine zentrale Stimme der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg Bachmann prägte mit Lyrik, Prosa, Hörspielen, Essays und Libretti die deutschsprachige Literatur nach 1945. Für Die gestundete Zeit erhielt sie 1953 den Preis der Gruppe 47, 1964 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Ihre Texte verbinden poetische Verdichtung mit scharfer Zeitkritik und stellen Fragen nach Krieg, Geschlechterverhältnissen, Erinnerung und individueller Freiheit.
Kooperation dreier Augsburger Kulturinstitutionen
Die Veranstaltung entsteht in Kooperation zwischen der Universität Augsburg, dem Staatstheater Augsburg und der Stadtbücherei Augsburg. Dadurch verbindet der Abend Forschung, Schauspiel und öffentliche Literaturvermittlung an einem Ort, der den unmittelbaren Austausch mit dem Publikum ermöglicht.
Der Eintritt ist frei. Besucherinnen und Besucher erwartet eine fundierte Autor-Begegnung mit biografischen Einblicken, literaturwissenschaftlicher Einordnung und eindringlicher Bühnenlesung. Wer Bachmanns Sprachkunst neu entdecken oder ihre Werke aus einer erweiterten Perspektive erleben möchte, findet an diesem Abend einen konzentrierten Zugang zu ihrem unruhigen, bis heute wirkenden literarischen Ich.
Offizielle Kanäle von Ingeborg Bachmann:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- Website: kein offizielles Profil gefunden
- Verlag: kein offizielles Profil gefunden










