Strangers in the Night – Am Blauen Faden im abraxas Augsburg


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Zwischen Tiefsee und Fadenraum: Eine Ausstellung als ästhetische Entdeckungsreise
Am 7. November 2026 verwandelt sich der Ballettsaal im Kulturhaus abraxas in Augsburg in einen Ort poetischer Verbindungen. Die Ausstellung Kunstgeschichten: Strangers in the Night – Am Blauen Faden vereint Schmuckobjekte von Renate Knauer mit Fadeninstallationen von Mathias Wolf. Der Eintritt ist frei.
Schmuck als Skulptur: Renate Knauers Wesen der Tiefsee
Renate Knauer widmet sich in ihrer Serie Strangers in the Night den geheimnisvollen Lebensformen der Tiefsee. Ihre Schmuckobjekte greifen die skurrile, farbenreiche und zugleich fragile Schönheit mariner Flora und Fauna auf. Im Zentrum steht die Herausforderung, Transparenz und die Farbigkeit der Biolumineszenz in tragbaren Kunstwerken sichtbar zu machen.
Knauers Arbeiten bewegen sich zwischen Malerei, Skulptur und Schmuckgestaltung. Ihre eigenständige Formensprache verbindet Kunst und Eleganz, wobei der Schmuck nicht nur betrachtet, sondern als Skulptur am Körper getragen werden kann. Die Künstlerin, gebürtige Augsburgerin, arbeitet seit ihrer Anerkennung als freischaffende Malerin und Schmuckkünstlerin durch die Akademie der Bildenden Künste München im Jahr 1992.
Am Blauen Faden: Raum wird sichtbar
Mathias Wolf entwickelt in Am Blauen Faden raumgreifende Gedanken mit einem scheinbar einfachen Material. Raffiniert platzierte Fäden und Fadenstränge erzeugen Tiefe, Rhythmus und dreidimensionale Reliefs. Aus Linien entstehen räumliche Spannungen, aus Zwischenräumen sphärische Visionen.
Die Installation knüpft an Wolfs frühere Arbeiten an, darunter eine raumfüllende blaue Netzinstallation über der Friedenstafel am Augsburger Rathausplatz im Rahmen von PAX 2008. In der Ausstellung erscheinen seine Raumideen in kleinerem Maßstab, ohne ihre poetische Wirkung zu verlieren. Die Werkbetrachtung lenkt den Blick auf Material, Licht, Struktur und die Wahrnehmung von Raum.
Kuratierung zwischen Naturbeobachtung und Raumpoesie
Die Gegenüberstellung von Schmuck-Skulpturen und Fadenobjekten eröffnet einen Dialog über Verwandlung. Knauers Arbeiten übersetzen die geheimnisvolle Natur der Tiefsee in farbige, transparente Formen. Wolfs Installationen machen unsichtbare Beziehungen im Raum erfahrbar. So entsteht eine Ausstellung, die kunsthistorische Kategorien überschreitet und ästhetische Erfahrung unmittelbar zugänglich macht.
Die Ausstellungsatmosphäre lebt von Kontrasten: organische Wesen treffen auf geometrische Linien, körpernaher Schmuck auf räumliche Installation, glänzende Oberflächen auf fragile Fäden. Das Kunsterlebnis lädt dazu ein, über Natur, Schutzbedürftigkeit, Materialität und menschliche Wahrnehmung nachzudenken.
Fazit: Kunst zwischen Körper, Natur und Raum live erleben
Besucherinnen und Besucher erwartet eine konzentrierte Ausstellung mit poetischen Schmuckobjekten, sensiblen Fadenstrukturen und einer ungewöhnlichen Verbindung von Naturbeobachtung und Raumkunst. Wer zeitgenössische Kunst, Skulptur, Installation und kulturelle Bildung in einer offenen Atmosphäre erleben möchte, sollte dieses kostenfreie Kunsterlebnis im Kulturhaus abraxas nicht verpassen.
Offizielle Kanäle von Renate Knauer und Mathias Wolf:
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