La Belle et la Bête im martini-Park: Ein Märchen aus Klang und Licht


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Ein Märchen erwacht in Klang, Licht und Bewegung
Am 27. Dezember 2026 lädt das Staatstheater Augsburg im martini-Park zu Philip Glass’ Oper La Belle et la Bête ein. Die berühmte Geschichte von der Schönen und dem Biest erscheint als vielschichtiges Musiktheater zwischen Märchenwelt, psychologischem Kammerspiel und surrealer Bühnenfantasie.
Philip Glass’ Minimal Music trifft auf Cocteaus Filmwelt
Philip Glass entwickelte seine Oper aus dem Drehbuch zu Jean Cocteaus stilbildendem Schwarz-Weiß-Film von 1946. Die Musik ersetzt den ursprünglichen Filmsoundtrack und überträgt die Dialoge in präzise Gesangslinien. Ein stetiger, vorwärtstreibender Rhythmus verbindet sich mit schimmernden Klangfarben und erzeugt eine eigentümlich entrückte Theateratmosphäre.
Eine Geschichte über Liebe, Angst und Verwandlung
Nachdem Belles Vater im Schlossgarten des Biests eine Rose pflückt, wird er zum Tod verurteilt. Belle geht an seiner Stelle zum Schloss. Das Biest verliebt sich in sie und bittet um ihre Hand, doch Belle weist ihn zunächst zurück. Zwischen Bedrohung, Begehren und Selbstbegegnung entfaltet die Dramaturgie eine Geschichte über die Kraft des Blicks hinter die äußere Gestalt.
Surreale Bilder und eindringliche Schauspielkunst
Regisseurin Susanne Lietzow verbindet die märchenhafte Handlung mit einer surrealen Video-Ästhetik. Aurel Lenferts Bühnenbild, Jasna Bošnjaks Kostüme und Ron Heinrichs Lichtgestaltung lassen eine Welt zwischen Traum, Filmzitat und dunkler Fantasie entstehen. Märchenhafte Tiergestalten und prachtvolle Kostüme verleihen der Inszenierung eine körperliche, sinnliche Präsenz.
Die Kampfchoreografie von Georges Khoukaz macht das Brodeln von Gewalt und Verzweiflung sichtbar. Als La Belle ist Luise von Garnier zu erleben, Wiard Witholt verkörpert die Bête. Unter der musikalischen Leitung von Domonkos Héja spielen die Augsburger Philharmoniker. Die Aufführung findet in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln statt.
Ein kompaktes Bühnenerlebnis ohne Pause
Die Oper dauert rund 90 Minuten und wird ohne Pause gespielt. Eine Einführung beginnt 30 Minuten vor dem Vorstellungsbeginn. Das Publikum erwartet ein konzentriertes Musiktheatererlebnis, in dem Gesang, Minimal Music, Video, Licht und Bewegung zu einem atmosphärisch dichten Bühnenbild verschmelzen.
Fazit: Märchenstoff als modernes Musiktheater
La Belle et la Bête verbindet vertraute Märchenmotive mit der kühlen Präzision und hypnotischen Energie von Philip Glass’ Musik. Wer Oper als Gesamtkunstwerk aus Klang, Körper, Raum und Licht erleben möchte, findet im martini-Park eine außergewöhnliche Begegnung mit einem zeitgenössischen Märchen. Sichern Sie sich Ihr Ticket und erleben Sie die Verwandlung live auf der Bühne.
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