La Belle et la Bête im Staatstheater Augsburg: Filmoper erobert den martini‑Park


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Jean Cocteaus Märchenbilder, Philip Glass’ Puls – ein Abend zwischen Leinwand und Live‑Klang
Ein seltenes Bühnenerlebnis: Philip Glass’ Oper La Belle et la Bête verschmilzt die poetischen Filmvisionen Jean Cocteaus (1946) mit einer live gesungenen Partitur. Am Staatstheater Augsburg wird der martini‑Park zur Traumkammer, in der Stimme, Ensemble und Projektion eine hypnotische Theateratmosphäre entfalten.
Filmoper im Fluss: Wenn Bilder atmen und Musik erzählt
Die Projektion des Stummgeschalteten Cocteau‑Films trifft auf vier Gesangssolisten und Ensemble. Glass ersetzt das Originaltonband durch eine französische Gesangsspur, deren Rhythmus den Lippen der Darsteller auf der Leinwand millimetergenau folgt. Dieses raffinierte Timing erzeugt eine magische Doppelwahrnehmung: Kino vor den Augen, Oper in den Ohren – ein lebendiger Dialog aus Inszenierung und Dramaturgie.
Licht, Kostüm, Klang: Sinnliche Räume für ein modernes Märchen
Die Ausstattung zeichnet klare, märchenhaft kontrastierte Bildachsen: schimmernde Lichtbahnen modellieren die ikonischen Schatten des Films, während Kostüme und Bühnenbild die Schwarz‑Weiß‑Ästhetik subtil in den Raum verlängern. Die Akustik der Halle trägt den pulsierenden Glass‑Sound transparent – jede Ostinato‑Schicht bleibt lesbar, die Schauspielkunst der Stimmen gewinnt eine fast kammermusikalische Intimität.
Zwischen Mythos und Minimal: Warum dieses Werk heute zündet
Glass’ minimalistische Muster legen das Begehren, die Verletzlichkeit und die Verwandlung der Figuren frei. Cocteaus barocke Tableaus, Doré‑hafte Bildfantasien und Glass’ motorische Energie verschränken sich zu einem konzentrierten Bühnenerlebnis, das ohne Pause fließt. Die Publikumsreaktion bei internationalen Aufführungen: gespannte Stille, dann begeisterter Applaus – ein Zeichen für die Sogwirkung dieser besonderen Theaterform.
Kontext und Qualität: Verortung in der Opern‑ und Theatergeschichte
La Belle et la Bête ist Teil von Glass’ Cocteau‑Trilogie und gilt als Schlüsselwerk der Musiktheater‑Avantgarde der 1990er. Kritiken heben die kühne Neuverkabelung von Bild und Stimme hervor: ein Werk zwischen Oper, Konzert und Performance, das die Grenzen der Gattungen produktiv verschiebt und so die Bühnenkunst der Gegenwart prägt.
Fazit: Erwartet eine dichte, 90‑minütige Verwandlungsgeschichte, in der Minimal Music, Filmpoesie und präzise Regie ineinandergreifen. Ein Abend, der Klangräume öffnet, die Sinne schärft und die alte Erzählung vom Blick, der liebt, neu hören lässt – live, unmittelbar, unwiderstehlich.
Offizielle Kanäle von Staatstheater Augsburg:
- Instagram: https://www.instagram.com/staatstheater_augsburg/
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- Website: https://staatstheater-augsburg.de/
Quellen:
- Operabase – La Belle et la Bête, Staatstheater Augsburg (Termine, Team, Preise)
- Philip Glass – Werkseite La Belle et la Bête
- Los Angeles Times – Review zu Glass’ La Belle et la Bête
- Brechtfestival – Spielstätte martini‑Park (Anfahrt, ÖPNV, Shuttle)
- Bavaria.travel – Zertifizierte Barrierefreiheit martini‑Park (Adresse, Kontakt)









