BUEN VIVIR in Augsburg: Eine Bühne für Erinnerung, Widerstand und Würde


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BUEN VIVIR: Ein Abend über Würde, Widerstand und das gute Leben
Am 1. Oktober 2026 verwandelt sich Augsburg in einen offenen Denk- und Bühnenraum: BUEN VIVIR – das „Gute Leben“ verteidigen verbindet eine Geschichtsperformance, den Austausch mit Landverteidigerinnen aus Abya Yala, gemeinsames veganes Essen und Live-Musik zu einem Abend zwischen Theater, politischem Gespräch und solidarischer Begegnung.
Geschichte wird zur lebendigen Bühnenhandlung
Den Auftakt bildet um 17 Uhr das Augsburg Tribunal I am Welserplatz. Die Geschichtsperformance richtet den Blick auf 500 Jahre Bäuer*innenaufstände in Europa und fragt, wie eine Stadt ihrer Vergangenheit im öffentlichen Raum gedenken kann. Die Inszenierung versteht Erinnerung nicht als starres Denkmal, sondern als offene Dramaturgie, in der historische Erfahrungen, heutige Perspektiven und gesellschaftliche Verantwortung aufeinandertreffen.
Stimmen aus Abya Yala: Autonomie und Würde
Ab 19.30 Uhr rückt die Veranstaltung die Kämpfe um Land, Selbstbestimmung und Würde in Mesoamerika ins Zentrum. Esther Sulub und Mabel Robledo berichten aus der Perspektive von Landverteidigerinnen aus Abya Yala. Ihr Austausch führt zu kolonialen Kontinuitäten in Europa und im globalen Süden und öffnet einen Raum für Fragen nach Ausbeutung, Solidarität und widerständiger Praxis.
Buen Vivir als Gegenentwurf
Im Mittelpunkt steht das Konzept des Buen Vivir, des guten Lebens für alle. Gemeint ist kein privates Glücksversprechen, sondern ein gesellschaftliches Leitbild, das Gemeinschaft, ökologische Verantwortung, gegenseitige Fürsorge und die Würde der Natur miteinander verbindet. Die Veranstaltung macht daraus keine abstrakte Theorie: Im direkten Gespräch erhält der Begriff eine politische, persönliche und sinnliche Dimension.
Gemeinschaft auf, vor und neben der Bühne
Bereits ab 18 Uhr lädt eine Küche für alle zu einem veganen Abendessen ein. Die gemeinsame Mahlzeit erweitert die Theateratmosphäre über den Bühnenmoment hinaus und schafft Begegnung zwischen Publikum, Gästen und Veranstaltenden. Ab 21 Uhr klingt der Abend mit Live-Musik aus. So entsteht ein vielstimmiges Bühnenerlebnis, das Performance, Diskussion, Essen und Musik miteinander verschränkt.
Ein Abend zwischen Erinnerung und Zukunft
Die Dramaturgie von BUEN VIVIR führt vom historischen Stadtbild über konkrete Erfahrungen des Widerstands bis zu einer gemeinsamen Zukunftsfrage: Wie lässt sich ein gutes Leben gestalten, ohne dass es auf der Ausbeutung anderer Menschen oder der natürlichen Lebensgrundlagen beruht? Die Publikumsreaktion entsteht dabei nicht nur im Applaus, sondern im Gespräch, im Widerspruch und in der Bereitschaft, gewohnte Perspektiven zu verschieben.
Fazit: Besucherinnen und Besucher erwartet ein politisch wacher, solidarischer Abend mit Geschichtsperformance, Gespräch, veganem Essen und Live-Musik. Wer Theater als Ort der Begegnung, Erinnerung und gesellschaftlichen Veränderung erlebt, findet in Augsburg ein ungewöhnliches und eindringliches Bühnenerlebnis. Der Eintritt ist frei.
Offizielle Kanäle von 500 Jahre Widerstand:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
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- Website: https://500jahre.org/2026/09/19/de-kolonialer-herbst-augsburg-tribunal-teil-i/









