Where the Waves Took Her im Zeughaus: Dokumentarfilm über Flucht und Seenotrettung


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Where the Waves took her: Ein bewegendes Dokumentarfilmerlebnis im Zeughaus Augsburg
Am Freitag, 9. Oktober 2026, öffnet der Dokumentarfilm Where the Waves took her im Filmsaal des Zeughauses den Blick auf die gefährlichste Fluchtroute der Welt. Im Zentrum steht die Hebamme Anne-Katrin, die an Bord eines Seenotrettungsschiffes Menschen in äußerster Not begleitet. Die Vorführung beginnt um 19 Uhr und wird von einem Gespräch mit Regisseurin Jana Stallein ergänzt.
Zwischen Rettung, Flucht und menschlicher Nähe
Die Kamera folgt Anne-Katrin bei ihrem ersten Einsatz auf dem Mittelmeer. Gleichzeitig erzählt der Film von Frauen, die ihre Heimat verlassen mussten und auf dem Meer um Sicherheit und Zukunft kämpfen. Aus der Begegnung zwischen Besatzung und Geretteten entwickelt sich ein feinfühliges dokumentarisches Porträt über Verletzlichkeit, Mut und gegenseitiges Vertrauen.
Eine Inszenierung der Wirklichkeit
Jana Stallein verbindet beobachtende Dokumentarfilmkunst mit einer klaren dramaturgischen Haltung. Das Bühnenbild des Films entsteht aus dem engen Raum des Rettungsschiffes, aus wechselnden Lichtstimmungen, dem Rhythmus der Wellen und der konzentrierten Akustik an Bord. Nähe und Distanz werden zu filmischen Gestaltungsmitteln, während die individuellen Stimmen der geflüchteten Frauen den politischen Begriffen ein menschliches Gesicht geben.
Ausgezeichnete Perspektive einer jungen Regisseurin
Die Regisseurin Jana Stallein wurde während der 76. Berlinale mit dem SI STAR Nachwuchspreis als herausragende Regisseurin ausgezeichnet. Der Film erhielt bei den Internationalen Hofer Filmtagen eine lobende Erwähnung und wurde beim dok.fest München mit dem VGF Nachwuchs-Dokumentarfilm-Produktionspreis ausgezeichnet. Zudem war Kamerafrau Sophia Fenn für den Deutschen Kamerapreis nominiert.
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch
Nach der Vorführung gibt Jana Stallein Einblicke in die Entstehung und Hintergründe des Films. Das Gespräch erweitert das Bühnenerlebnis im Filmsaal um eine persönliche Perspektive auf Recherche, Regie und die Begegnungen während der Dreharbeiten. Der Dokumentarfilm läuft in Originalfassung mit Untertiteln, ist ab 12 Jahren freigegeben und dauert rund 83 Minuten.
Fazit
Where the Waves took her verbindet engagierte Filmkunst mit einer eindringlichen menschlichen Geschichte. Besucherinnen und Besucher erwartet ein konzentriertes, emotionales Bühnenerlebnis über Seenotrettung, Migration und die Kraft solidarischen Handelns. Wer Dokumentarfilm als unmittelbare Begegnung mit der Wirklichkeit erlebt, findet an diesem Abend im Zeughaus Augsburg einen wichtigen Anlass zum Sehen, Zuhören und Weiterdenken.
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