Verlust und Moderne in Augsburg: Andreas Reckwitz eröffnet die Gastdozentur


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Andreas Reckwitz spricht in Augsburg über Verlust und Moderne
Wie verändert sich unser Blick auf Fortschritt, Vergangenheit und Zukunft, wenn Verlusterfahrungen in der Spätmoderne immer sichtbarer werden? Prof. Dr. Andreas Reckwitz eröffnet am 10. November 2026 die Internationale Gastdozentur am Jakob-Fugger-Zentrum der Universität Augsburg mit einem Vortrag über Verlust und Moderne.
Wenn Fortschritt nicht mehr selbstverständlich wirkt
Der Vortrag setzt bei einem grundlegenden Wandel des modernen Zeitregimes an. Der Fortschrittsimperativ, der die klassische Moderne geprägt hat, verliert an Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig treten Erfahrungen von Verlust, Unsicherheit und Bruch deutlicher hervor. Reckwitz untersucht, wie sich diese Entwicklungen soziologisch fassen lassen und welches neue Bild der westlichen Moderne daraus entsteht.
Verlusterfahrungen und das neue Bewusstsein für Erbe
Im Mittelpunkt stehen zwei miteinander verbundene Themen: Verluste und Erbverhältnisse. Was eine Gesellschaft hinter sich zu lassen glaubte, gewinnt in einem neuen Erbenbewusstsein wieder an Bedeutung. Der Vortrag fragt danach, wie Menschen und Institutionen mit dem umgehen, was verschwunden ist, weiterwirkt oder neu bewertet werden muss.
Gesellschaftstheorie mit unmittelbarem Gegenwartsbezug
Andreas Reckwitz verbindet Gesellschaftstheorie, Kultursoziologie und Zeitdiagnose. Seine Arbeiten zur Praxeologie, zu Subjektivierungsformen, zur Kreativität und zur Gesellschaft der Singularitäten haben die öffentliche Debatte über moderne Lebenswelten maßgeblich geprägt. Mit seinem Buch Verlust. Ein Grundproblem der Moderne richtet er den Blick auf ein Thema, das politische Konflikte, kulturelle Auseinandersetzungen und persönliche Erfahrungen gleichermaßen bestimmt.
Ein Abend für Universität und Stadtgesellschaft
Die Internationale Gastdozentur bringt ausgewiesene Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kunst nach Augsburg. Vorträge, Seminare und Debatten schaffen dabei eine Verbindung zwischen Universität und Stadtgesellschaft. Das Veranstaltungsmanagement des Jakob-Fugger-Zentrums richtet sich an Studierende und Lehrende ebenso wie an alle Interessierten, die aktuelle Fragen der Gegenwart aus wissenschaftlicher Perspektive diskutieren möchten.
Fazit: Gesellschaft im Wandel live erleben
Das Publikum erwartet ein konzentrierter, erkenntnisreicher Vortragsabend über Fortschritt, Erinnerung, Verlust und Verantwortung. Wer gesellschaftliche Veränderungen besser verstehen und die Publikumsstimmung eines wissenschaftlichen Austauschs an der Universität Augsburg erleben möchte, findet bei diesem Vortrag einen anregenden Zugang zu einem zentralen Thema unserer Zeit.
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