Arcanum mit Michael Eberth und Edgar Borsich verzaubert Augsburg


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Ein Abend zwischen Geheimnis, Barock und Gegenwart in der Goldschmiedekapelle
Mit Arcanum öffnet sich in der Goldschmiedekapelle St. Anna Augsburg am 11. Juli 2026 ein Raum für feine Klangfarben, historische Tiefe und zeitgenössische Spannung. Der Cellist Edgar Borsich und der Cembalist Michael Eberth stellen Werke von Graf St.-Germain, Dorothea Hofmann, Max Beckschäfer und Wolfram Oettl in einen Dialog mit der Musik von Johann Sebastian Bach. Das Konzert beginnt um 19:00 Uhr in einem der atmosphärisch dichtesten Orte der Stadt.
Zwischen Alchemie und Klangpoesie
Der Titel Arcanum verweist auf das Geheimnisvolle, auf verborgene Räume, auf Musik als Entdeckung. Genau dort setzt das Programm an: Alte Formen treffen auf neue Ideen, barocke Linien auf moderne Gesten, das Cembalo auf den warmen Atem des Violoncellos. Michael Eberth, seit Jahrzehnten eine prägende Stimme der Alten Musik, bringt historische Aufführungspraxis, stilistische Sicherheit und kluge Orchestrierung im Duoformat ein. Edgar Borsich antwortet mit kantabler Präsenz und sprechendem Ton.
Ein Programm mit historischer Spannung
Der Abend spannt einen weiten Bogen von Bach über Graf Saint Germain bis zu Kompositionen von Dorothea Hofmann, Max Beckschäfer und Wolfram Oettl. Besonders reizvoll ist die Mischung aus geistiger Konzentration und klanglicher Überraschung: Hier klingt das 18. Jahrhundert nicht museal, sondern lebendig. Die Goldschmiedekapelle verstärkt diesen Eindruck mit ihrer besonderen Akustik, die feine Dynamiken, Transparenz und intime Publikumsstimmung begünstigt.
Der Raum als Mitspieler
St. Anna mit der Goldschmiedekapelle gehört zu den Orten in Augsburg, an denen Architektur und Musik eng zusammenspielen. Die Kapelle entstand als Grablege und wurde im Lauf der Jahrhunderte sorgfältig restauriert. Heute entfaltet sie einen konzentrierten Konzertcharakter, der besonders bei Kammermusik wirkt. Für Besucherinnen und Besucher bedeutet das: kurze Wege, ein historisches Umfeld und ein Konzerterlebnis, das Nähe statt Distanz schafft.
Live-Atmosphäre mit feiner Kammermusik-Dramaturgie
Wer dieses Konzert besucht, erlebt keine laute Geste, sondern eine fein austarierte Bühnenperformance. Die Synchronisation zwischen Cembalo und Violoncello lebt von Atmung, Timing und Resonanz. Gerade in einem sakral geprägten Raum wie St. Anna entsteht daraus eine besondere Live-Atmosphäre: konzentriert, klar konturiert und emotional aufgeladen. Das macht Arcanum zu einem Abend für Hörerinnen und Hörer, die musikalische Details lieben.
Fazit: Arcanum verspricht einen stilistisch außergewöhnlichen Konzertabend zwischen alter und neuer Musik, getragen von zwei erfahrenen Interpreten und einem besonderen Raum. Wer Kammermusik mit Tiefgang, Atmosphäre und künstlerischer Präzision erleben will, sollte dieses Konzert live in Augsburg nicht verpassen.
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