Aufgestellt und ausgegrenzt im Maximilianmuseum: Jüdisches Sportleben in Augsburg und Schwaben


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Aufgestellt und ausgegrenzt: Eine Ausstellung über jüdisches Sportleben, Erinnerung und Verantwortung
Im Maximilianmuseum Augsburg entfaltet Aufgestellt und ausgegrenzt – Jüdisches Sportleben in Augsburg und Schwaben ein eindringliches Kunsterlebnis zwischen historischer Recherche, regionaler Sportgeschichte und lebendiger Erinnerungskultur. Die Ausstellung zeigt, wie selbstverständlich Jüdinnen und Juden einst zum Vereins- und Sportleben in Augsburg und Schwaben gehörten – und wie brutal dieser Platz ab 1933 zerstört wurde.
Sport als sozialer Raum der Zugehörigkeit
Die Präsentation rückt nicht nur Biografien jüdischer Sportlerinnen und Sportler in den Mittelpunkt, sondern auch den Wert von Vereinen als Orte des Miteinanders. Wer durch die Ausstellung geht, erlebt eine stille, konzentrierte Ausstellungsatmosphäre, in der Teamgeist, Fairness und Respekt als kulturelle und gesellschaftliche Haltungen sichtbar werden. Gerade darin liegt die Kraft dieser Werkbetrachtung ohne klassische Kunstwerke: Bilder, Dokumente und historische Spuren formen gemeinsam ein präzises Panorama der Ausgrenzung.
1933 als Einschnitt in die Vereinsgeschichte
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten endete die Teilhabe jüdischer Menschen am organisierten Sport abrupt. Die Ausstellung zeichnet nach, wie Ausschluss, Diskriminierung und Entwurzelung in den Lebenswegen der Betroffenen sichtbar werden. Zugleich verweist sie auf die Private Tennisgesellschaft Augsburg als außergewöhnlichen Zufluchtsort, an dem Gemeinschaft unter Verfolgungsdruck möglich blieb. Diese historische Dimension verleiht der Schau ihre besondere emotionale und pädagogische Tiefe.
Regionale Forschung, zeitgemäße Vermittlung
Entwickelt wurde die Ausstellung vom Jüdischen Museum Augsburg Schwaben gemeinsam mit dem FC Augsburg und Studierenden der Universität Augsburg. Diese kuratorische Zusammenarbeit verbindet historische Expertise mit zeitgemäßer kultureller Bildung. Der Blick auf den FC Augsburg zeigt zudem, wie Sportvereine heute Verantwortung übernehmen, ihre Vergangenheit aufarbeiten und sich gegen Antisemitismus sowie Diskriminierung positionieren. Das macht die Ausstellung zu einem wichtigen Beitrag aktueller Erinnerungskultur.
Der Viermetzhof als eindrucksvoller Schauplatz
Der Ort selbst prägt die ästhetische Erfahrung wesentlich: Der Viermetzhof im Maximilianmuseum bietet eine ruhige, zentrale und zugleich historisch aufgeladene Raumwirkung. Im Zusammenspiel von Architektur, Licht und Präsentation entsteht ein museales Umfeld, das historische Inhalte klar lesbar macht und den Besuch besonders eindrücklich erscheinen lässt. Wer Augsburgs Museumslandschaft schätzt, findet hier einen Ort, an dem Geschichte nicht nur erzählt, sondern erfahrbar wird.
Fazit: Eine Ausstellung, die bewegt und aufklärt
Aufgestellt und ausgegrenzt verbindet Sportgeschichte, jüdische Geschichte und gesellschaftliche Verantwortung zu einer Ausstellung von hoher Relevanz. Besucherinnen und Besucher erwartet eine kluge, berührende und gut nachvollziehbare Präsentation, die den Blick für Ausgrenzung schärft und zugleich Mut zur Erinnerung macht. Ein Besuch im Maximilianmuseum lohnt sich unbedingt – für alle, die Kunst- und Kulturvermittlung, historische Bildung und eine nachhaltige ästhetische Erfahrung suchen.
Offizielle Kanäle von Jüdisches Museum Augsburg Schwaben:
- Instagram: https://www.instagram.com/juedischesmuseumaugsburg/
- Facebook: https://www.facebook.com/juedischesmuseumaugsburg/
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://jmaugsburg.de/ausstellungsarchiv/aufgestellt-und-ausgegrenzt/









